Seit 1788 beriet der Senat der Stadt Frankfurt über den Neubau einer Bibliothek, jedoch erst 1816 fiel die endgültige Entscheidung für den Bau an der Schönen Aussicht. Der Architekt und Stadtbaumeister Johann F. Christian Hess erhielt den Entwurfsauftrag und 1820 wurde der Grundstein gelegt. 1825 konnte das klassizistische Gebäude der Öffentlichkeit übergeben werden. Die Alte Stadtbibliothek galt Anfang des 19. Jahrhunderts als das Prunkstück der eleganten Promenade am nördlichen Mainufer an der Schönen Aussicht. Im Zweiten Weltkrieg zerstörten Bombenangriffe die Alte Stadtbibliothek,nur noch die sechs Säulen des Portikus blieben stehen. 1987 - 2003 beherbergte ein Container hinter dem Säulenvorbau einen der innovativsten Frankfurter Ausstellungsräume, den "Portikus".
Der Wiederaufbau der Alten Stadtbibliothek wurde nach verschiedenen Anläufen Anfang 2000 in Angriff genommen, nachdem die Stadtverordneten beschlossen hatten, dem Projekt auf der Basis privater Finanzierung durch die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, die Landesbank Hessen-Thüringen sowie Spenden von Frankfurter Bürgern und Institutionen zuzustimmen.
Anfang Oktober 2005 war der Wiederaufbau nach den Plänen von Prof. Christoph Mäckler abgeschlossen und das Literaturhaus Frankfurt ist in die wiederaufgebaute Alte Stadtbibliothek gezogen. Am 8. Oktober 2005 fand die literarische Eröffnung an der Schönen Aussicht statt.
Das Literaturhaus Köln wurde 1196 auf Initiative von Kölner Bürgern als Verein gegründet und zählt heute mehr als 800 Mitglieder. Ein Programm mit rund 100 Veranstaltungen im Jahr bietet eine breite Palette von Möglichkeiten der Begegnung mit Literatur, mit bekannten und weniger bekannten Autorinnen und Autoren, vom Literaturnobelpreisträger bis zur Debütautorin, mit wichtigen Trends und auch Themen, die die Gegenwartsliteratur prägen. Immer steht das lesenswerte Buch im Mittelpunkt und immer bestimmt die Suche nach adäquaten, lebendigen und nachhaltigen Vermittlungsformen die Präsentation.
Im Sommer 2007 wurde mit dem Jungen Literaturhaus ein eigenständiges, auf ein jugendliches Publikum abgestimmtes Programm gestartet. Es entstand in Köln das erste Junge Literaturhaus der Bundesrepublik.
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Treffpunkt für Buchtrinker und Seitenfresser, Kinoerzähler und Flaneure, Lohnschreiber und Föhnforscher, Billigfresser und Hungerkünstler, Radardenker und Tagträumer, dicke Dichter und sanfte Irre, kurz: ein Fluchtraum im Dickicht der Städte für alle, die Melodien lauschen oder einfach nur auf Godot warten wollen.
Ob Michel Houellebecq oder Schreibwerkstätten für Jugendliche, ob Architektur oder Zeichentrickfilm, ob Debatten zur "Zukunft der Freiheit" oder Essays in der Reihe "Betrifft:", Frühstück oder Nachtgespräch, - das Literaturhaus Stuttgart entwickelt sich zu einem lebendigen Treff- und Knotenpunkt der Stadt.
Das denkmalgeschützte Gebäude in der Breitscheidstraße 4 liegt im neugestalteten Bosch-Areal, in unmittelbarer Nähe zur Liederhalle. Im Erdgeschoss befinden sich Bar, Restaurant und Buchhandlung. Um das Atrium im ersten Stock gruppieren sich ein großer Veranstaltungssaal sowie mehrere Tagungsräume, darunter auch das ehemalige Arbeitszimmer von Robert Bosch. Ein historischer Pater-Noster verleiht dem Haus zusätzlichen Charme.
Das Haus ist im Besitz des gemeinnützigen Trägervereins Literatur- und Medienhaus Stuttgart, der bereits im Juli 1997 gegründet wurde. 2,5 Mio € des Kaufpreises wurden von der Stadt Stuttgart aufgebracht, 1,5 Mio € stammen aus privaten Spenden. Eröffnet wurde das Haus am 17. November 2001 mit einer Rede von W.G. Sebald.
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