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Du - Ausgabe März: Leben und Sterben. 200 Jahre Mexiko.

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Hintergrund – Kirsten Einfeldt Grundlose Feier In diesem Jahr jubiliert Mexiko gleich doppelt: zweihundert Jahre Unabhängigkeit und hundert Jahre Revolution. Angesichts der chronischen Probleme des Landes sehen viele keinen Anlass für Festlichkeiten. Singen mögen sie dennoch.






Zum Inhalt: Ausstellung – Brigitte Ulmer Teotihuacán, Hauptstadt der Götter Als die Azteken die verlassene Pyramidenstadt Teotihuacán fanden, sahen sie darin nicht weniger als den «Ort, an dem man zu Gott wird». Über die Erbauer und deren Lebensweise rätselt die Wissenschaft bis heute. Fest steht, dass sie nicht ganz so friedlich waren, wie es ihre Hochkultur erscheinen lässt. Archäologie – Miguel Baez im Gespräch mit Brigitte Ulmer «Ich würde fragen: Wer waren deine Herrscher?» Der Archäologe Miguel Baez hat als Student in Teotihuacán gegraben und sich der untergegangenen Kultur mit Neugier, Geduld und viel Fantasie genähert. Und meist mit dreckigen Händen. Geschichte – Alex Gertschen Mexikaner zweiter Klasse Die mexikanische Geschichtsschreibung erhebt die Azteken gern zu Nationalhelden. Ihre Nachfahren jedoch werden bis zum heutigen Tag diskriminiert. Gesellschaft – Sandro Benini Gemetzel ohne Ende Im entfesselten mexikanischen Drogenkrieg sterben jeden Tag Dealer, Polizisten, Staatsanwälte und Journalisten, während die Bosse Milliarden verdienen. Parallel zu dem Gemetzel ist eine Narco-Kultur entstanden, mit protziger Architektur und staatsschmähenden Heldenliedern. Fotografie – Daniele Muscionico «Ich neige zum Morbiden» Graciela Iturbide ist die populärste Fotografin Lateinamerikas. In Europa kennt man sie als künstlerische Poetin. Doch da ist auch noch die glühende politische Aktivistin. Politik – Anne Huffschmid Verführt, mit einem Schaudern Beatriz Paredes ist Mexikos mächtigste Frau, weil sie das empfindsame Gegenstück zum landestypischen Machismo darstelle, wie sie sagt. Für ihren Erfolg nutzt sie durchaus scharfe Waffen. Kunst – Brigitte Ulmer Wunderbar brutal Gewalt und soziale Missstände – das ist der Stoff, aus dem derzeit in Mexiko Kunst gemacht wird. Aus dem Ausland gibt es dafür viel Applaus. Musik – Carlos Amorales und Julian Lede im Gespräch mit Adrian Schraeder «Wir verkauften Musik, die niemand mochte» Das aufrührerische Künstler-Label Nuevos Ricos vertrieb fünf Jahre lang schräge Musik von schrägen Musikern. Mit dem kommerziellen Erfolg glich das Spiel der Verleger mit den Mechanismen des Pop-Geschäfts aber immer mehr dem Würstchenverkaufen. Also hörten sie auf. Film – Seraina Rohrer Revolution in 35 mm Besonders spektakulär ist er nicht, der Alltag der Figuren in mexikanischen Filmen. Aber ausgesprochen magisch. Seit einigen Jahren verzaubern die überraschenden und sensiblen Werke aus dem Land die ganze Welt.

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Ausstellung – Brigitte Ulmer
Teotihuacán, Hauptstadt der Götter
Als die Azteken die verlassene Pyramidenstadt Teotihuacán fanden, sahen sie darin nicht weniger als den «Ort, an dem man zu Gott wird». Über die Erbauer und deren Lebensweise rätselt die Wissenschaft bis heute. Fest steht, dass sie nicht ganz so friedlich waren, wie es ihre Hochkultur erscheinen lässt.

Archäologie – Miguel Baez im Gespräch mit Brigitte Ulmer
«Ich würde fragen: Wer waren deine Herrscher?»
Der Archäologe Miguel Baez hat als Student in Teotihuacán gegraben und sich der untergegangenen Kultur mit Neugier, Geduld und viel Fantasie genähert. Und meist mit dreckigen Händen.

Geschichte – Alex Gertschen
Mexikaner zweiter Klasse
Die mexikanische Geschichtsschreibung erhebt die Azteken gern zu Nationalhelden. Ihre Nachfahren jedoch werden bis zum heutigen Tag diskriminiert.

Gesellschaft – Sandro Benini
Gemetzel ohne Ende
Im entfesselten mexikanischen Drogenkrieg sterben jeden Tag Dealer, Polizisten, Staatsanwälte und Journalisten, während die Bosse Milliarden verdienen. Parallel zu dem Gemetzel ist eine Narco-Kultur entstanden, mit protziger Architektur und staatsschmähenden Heldenliedern.

Fotografie – Daniele Muscionico
«Ich neige zum Morbiden»
Graciela Iturbide ist die populärste Fotografin Lateinamerikas. In Europa kennt man sie als künstlerische Poetin. Doch da ist auch noch die glühende politische Aktivistin.
 
Politik – Anne Huffschmid
Verführt, mit einem Schaudern
Beatriz Paredes ist Mexikos mächtigste Frau, weil sie das empfindsame Gegenstück zum landestypischen Machismo darstelle, wie sie sagt. Für ihren Erfolg nutzt sie durchaus scharfe Waffen.

Kunst – Brigitte Ulmer
Wunderbar brutal
Gewalt und soziale Missstände – das ist der Stoff, aus dem derzeit in Mexiko Kunst gemacht wird. Aus dem Ausland gibt es dafür viel Applaus.

Musik – Carlos Amorales und Julian Lede im Gespräch mit Adrian Schraeder
«Wir verkauften Musik, die niemand mochte»
Das aufrührerische Künstler-Label Nuevos Ricos vertrieb fünf Jahre lang schräge Musik von schrägen Musikern. Mit dem kommerziellen Erfolg glich das Spiel der Verleger mit den Mechanismen des Pop-Geschäfts aber immer mehr dem Würstchenverkaufen. Also hörten sie auf.

Film – Seraina Rohrer
Revolution in 35 mm
Besonders spektakulär ist er nicht, der Alltag der Figuren in mexikanischen Filmen. Aber ausgesprochen magisch. Seit einigen Jahren verzaubern die überraschenden und sensiblen Werke aus dem Land die ganze Welt.

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