Geschrieben von: daswortreich Dienstag, den 09. März 2010 um 01:17 Uhr
Der Begriff Ankunftsliteratur stammt aus der Anfangszeit der DDR. Dabei wurden Autorinnen und Autoren aufgefordert, in die Betriebe zu gehen, um das "echte Leben" kennen zu lernen, darüber zu schreiben. Im Gegenzug sollten die "Arbeiter und Bauern" der DDR einen Schritt auf die Literatur zugehen. Eine als Konzept präsentierte Doktrin, die Ende der 50er Jahre auf einem Parteitag der SED verabschiedet wurde. Bleibt nur übrig, mit Staunen zu registrieren, mit welcher Zielstrebigkeit bereits in diesen Frühen Jahren ans Werk gegangen wurden von Seiten der DDR-Funktionäre.
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Weiterlesen: Brigitte Reimann und die Ankunftsliteratur: Ein Bücherquerschnitt
Geschrieben von: daswortreich Montag, den 08. März 2010 um 01:09 Uhr
Die Nacht liegt über Köln. Es ist kalt und ruhig, wenn nicht gerade ein Auto irgendwo hin unterwegs ist. Im Fernsehen lief eben der vom MDR im Jahr 2004 produzierte Film !Hunger nach Leben" Das Portrait einer Autorin, die 1973 verstarb, gerade einmal 39 Jahre jung. Ein bischen erinnert Brigitte Reimann an die Sängerin Nico (Christa Päffgen) von Velvet Underground. Äußerlich. Und vielleicht auch innerlich. Beide irgendwie gefangen in der inneren Freiheit. Die eine in der Welt zuhause, die andere in der Welt neben der Welt. Die DDR in einem frühen Entwicklungsstadium. Brigitte Reiman in einem zwiespältigen Verhältnis zu dem Regime, das sie anziehend und abstossend zugleich finden wird.
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