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Unterweger, Andreas: Wie im siebenten

Unterweger, Andreas: Wie im siebenten

€18.00
Erschienen: 09 2009
Verlag: Droschl
Land: Österreich
Seiten: 144
ISBN 10: 3854207573
ISBN 13: 9783854207573
Versanddauer: 2 bis 4 Tage
Im Shop seit: 05.11.09
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Über den Inhalt: Ein Glücksfall, wenn die Dinge und die Verhältnisse einfach sind, wenn aller Anfang leicht ist. Wenn die Liebe so leicht fällt wie die Kunst, wenn Romane schreiben ist wie Kaffee trinken und nur das Gitarrespielen ein bisschen klemmt – easy living! Andreas und Judith leben offenbar nicht nur im siebenten Bezirk in Wien, sondern auch im siebenten Himmel. Die Liebe lässt sich gut an, das Schreiben lässt sich gut an – »Mein erstes Buch sollte ein ganz einfaches Buch werden, das von ganz einfachen Dingen handelte« –, und trotzdem geht es um Leben und Tod: schreiben, um nicht zu verhungern, die Wahrheit sagen, über den schönen Sätzen nicht die wahren vernachlässigen. Wie im Siebenten ist ein so leichter wie ernsthafter Roman darüber, wie wichtig Anfänge sind und welche Kraft Träume haben sollten, um es mit der Wirklichkeit (der wirklichen Wirklichkeit!) aufnehmen zu können. Ein unglaublich liebenswertes und charmantes Buch über das Leben und das Schreiben, über Hoffnungen und Befürchtungen und darüber, was einen Song von einem Roman unterscheidet. Andreas Unterweger verbindet die widerspenstige Sanftheit eines Richard Brautigan mit der lässigen Ironie der Postmoderne und verwirklicht mit seinem raffinierten Erstling gewissermaßen den Debütroman an sich.
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Über den Autor: Andreas Unterweger, geboren 1978 in Graz, Studium Deutsche Philologie und Französisch, 2004 abgeschlossen. Lebt in St. Johann/Grafenwörth. Schriftsteller und Rockmusiker (Gitarrist und Sänger der Band ratlos). Veröffentlichungen von Prosa und Lyrik in Literaturzeitschriften (u. a. manuskripte), Essays zu Wolfgang Bauer. Erhielt den manuskripte Förderpreis 2007. »Andreas Unterweger schreibt zauberhafte, um alle Kanten eines von Beziehungsarbeit geprägten Alltags schwebende Prosa, die trotz ihrer Leichtigkeit nie an der Oberfläche haften bleibt. Und er beherrscht die Schubumkehr – dann bricht er rigoros mit literarischen Bildern, bis es dem Leser den Atem verschlägt.« (Alfred Kolleritsch)
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Leseprobe: »Nachts träumten wir vom Meer, und morgens«, schrieb ich in meinem ersten Buch, »lagen dann wirklich immer Muscheln in der Blumenkiste vor dem Fensterbrett – als hätte sie das Meer, das wir, Judith und ich, geträumt hatten, dort angespült.« – In Wirklichkeit war es natürlich ganz anders. In Wirklichkeit hatte Judith die Muscheln selbst in die Blumenkiste gelegt. Abend für Abend nahm sie ein paar Muscheln aus den Nutellagläsern, in denen sie sie aufbewahrte, wusch sie Stück für Stück unter dem Wasserhahn im Vorzimmer, das uns als Küche diente, und legte sie dann in das sandige Beet der Blumenkiste, zwischen die letzten Äste eines zähen Thymians und die paar dürren namenlosen Halme. Ich weiß nicht, warum sie das machte. Ich habe sie, soweit ich weiß, auch nie danach gefragt. Aber ich weiß noch, was es mit mir machte, wenn ich am Morgen dort, in der Blumenkiste vor dem Fensterbrett, die Muscheln sah. Ich weiß zwar nicht, warum – aber wann immer ich, der ich mich jeden Morgen an das Fenster setzte, um zu schreiben, die Muscheln dort in der Blumenkiste liegen sah, erschien es mir mit einem Mal nicht mehr unmöglich, zumindest nicht ganz unmöglich, dass Träume – zumindest unsere Träume, Judiths und meine – tatsächlich Wirklichkeit werden können. – Und dass das In-Erfüllung-Gehen von Träumen eine gute Sache sei, das verstand sich damals, als wir, Judith und Andreas, in unserem Zimmer im Siebenten zusammenlebten, ohnehin von selbst. Damals, am Anfang, waren wir uns da noch ganz sicher.

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