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Feuilleton Rezensionen
marc_buhl_das_paradies_des_august_engelhardt

 Mit „Das Paradies des August Engelhardt“ hat Marc Buhl eines der faszinierendsten Bücher vorgelegt, das mir als Leser bisher begegnet ist. Aufgegriffen hat er die sehr reale Geschichte des Sektengründers August Engelhardt (1875 geboren in Nürnberg, gestorben 1919 auf Kakabon, dem heutigen Papa-Neuguinea).

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yusuf_yesiloez_hochzeitsflug

Beim Überfliegen der Handlung überwog zunächst die Skepsis: Möchte ich einen Roman lesen, der sich mit all den Unwägbarkeiten der gleichgeschlechtlichen Liebe befasst? Mit den Ressentiments, die sich trotz Christopher Street Days, homosexuellen Oberbürgermeistern, Sportlern usw. quer durch die Gesellschaft zieht? Ist das heterosexuelle Liebesleben nicht schon kompliziert genug? Einerseits.

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Titelabbildung: Björn Kuhlig - BodenpersonalEin sehr eigenes Leseerlebnis, das mich mit dem Bodenpersonal von Björn Kuhlig verbindet: Draussen einige Grade Minus. Die Nachbarskatze will rein. Zu kalt, zu dunkel, zu alles. Ich will raus. Aus mir. Zu viel Melancholie. Gründe, warum das Buch zur richtigen Zeit kam. Add a comment

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Guy Helminger: Neubrasilien Mit reichlich Verspätung und verbunden mit verlegerischen Umwegen erschien im August 2010 der Roman „Neubrasilien" vom in Köln lebenden und aus Luxemburg stammenden Autor Guy Helminger. Nach „Etwas fehlt immer" sowie „Morgen war schon", das dritte Buch, das ich vom Autor lese. Zwei Dinge lassen sich dabei feststellen: Ohne die beiden vorherigen Werke zu diskreditieren, hat Guy Helminger die nächste Stufe seines schriftstellerischen Schaffens erklommen. Zum einen. Und – als Kompliment gedacht – das Buch hat gefühlte sechzig bis siebzig Seiten zu wenig.  Add a comment

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rigg_donata_weisse_sonntageRezension • Zur Handlung. Wie verarbeitet man den Freitod seiner Zwillingsschwester? In Gesprächen mit Ihrem Lebensgefährten Albert stellt sich die Erzählerin Maria Ereignissen aus Ihrer Kindheit und Ihrem jungen Erwachsenenleben mit Ihrer Zwillingschwester Martha. Weiße Sonntage ist ein Buch, welches die Spreu vom Weizen trennt, nicht so sehr wegen des Themas, obwohl es eine ungewöhnlich harte und unverklärte Aufarbeitung eines Freitodes ist.

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