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Das Jahr ist noch jung. Jedenfalls zu jung, um ein erstes Fazit zu ziehen. Trotzdem tue ich das. "Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt..." würde wohl Herbert Grönemeyer singen, aber den meine ich nicht. Ich meine den neu gegründeten Independent-Verlag mit dem leicht befremdlichl klingenden Namen Teenage Angst Ensemble. Dahinter stecken der Autor, Regiesseur, Sprecher und DJ Daniel Nipshagen sowie die Schauspielerin, Sprecherin und Regieassistentin Moana Köhring. Und irgendwie hat das alles mit Bochum zu tun. Und mit Espelkamp.

Seit Mitte Januar ist Teil 1 der Trilogie erschienen mit dem Namen Espelkamp Tapes 1. Ich halte das Buch gerade in der Hand und freue mich einfach. Im Grunde ist es ein Booklet, weniger ein Buch. Und der erste Gedanke ist immer der: Wenn der Inhalt nicht stimmt, bastelt man an der Verpackung. In diesem Fall stimmt beides. Inhalt und Verpackung passen zueinander, ergänzen sich, gehen eine spannende Symbiose ein.

Kurz gesagt geht es um einen Ermittler, der zwischen 1970 und 1985 das spurlose Verschwinden mehrerer Frauen und Mädchen eben in Espelkamp aufklären soll. Nach seiner Pensionierung, längst dem Tod geweiht, möchte er all die Ermittlungsakten jemanden vermachen, der auch zwischen den Zeilen lesen kann, der diese sortieren und vielleicht in neuen Zusammenhängen wiederspiegeln könnte. Das Vermächtnis des Ermittlers, das der Autor studiert, in seine Einzelteile zerlegt und neu interpretiert. In drei Teilen.

Nun werde ich mir die Tage die Zeit nehmen und das Buch lesen, die Bilder studieren, die beigefügte CD anschauen und mir ein konkretes Bild machen, dass ich dann vermittenl kann. Mein erstes Fazit, um auf dein Eingangssatz zurück zu kommen: Obwohl das Jahr noch jung ist, hat der Teenage Angst Ensemble Verlag hier ein ernsthaft literarisches Lesezeichen gesetzt. Visuell, sprachlich und inhaltlich.





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